Refugium am Bergrücken des Punta La Mamora
Sardinien

Zelten und Wandern am Punta La Mamora auf Sardinien.

Von Fonni kommend biegt man auf die SP7 und fährt in Richtung Desulo. Hier folgt man den Serpentinen einer asphaltierten Passstraße bis zum Verlassenden Ausflugslokal Refugio s Arena. Dieses befindet sich etwa fünf Kilometer von Desulo entfernt auf 1500 Metern Höhe.
Hier erwartet uns das erste wunderschöne Panorama des heutigen Tages. Vor uns liegen die gerade zurückgelegte Serpentinenstraße und das grüne Tal. Entspannt liegen ein paar Kühe neben der Straßeund Sonnen sich.
Am Rande des Parkplatzes befindet sich ein Wegweiser dem wir in Richtung Arcu Artilai folgen. Wegmarker 721.

Der Weg dorthin führt über einen Arbeitsweg direkt am Parkplatz entlang und schlängelt sich dann gleichbleibend Ansteigend den Berg hinauf. Bis wir schließlich das Areal Arcu Artilai erreichen. Links und rechts des Weges befinden sich etwas ausgedörrtes Gras und einige Sträucher, ansonsten sehen wir nur Fels und Geröll. Das Areal liegt auf 1660 Metern Höhe und ähnelt einer Mondlandschaft. Schotter, Felsen und Geröll soweit das Auge reicht.

Von hier aus gibt es verschiedene Wanderungen. Für uns geht es über den Gipfel des Brunca Spina zum Punta La Mamora. Dabei Wandern wir auf dem Kamm entlang eines Weidezauns denn wir wenig später mit Hilfe einer Leitertreppe übersteigen. Von dort aus geht es einen Grat entlang. Bis wir zum Gipfelkreuz des Brunca Spina gelangen. Das Kreuz auf 1824 Metern bilden zwei Stahlrohre. Nicht gerade die schönste Variante. Die Bruncu Fellsformation die etwas nördlich liegt bietet ein besseres Fotomotiv.

Der weitere Verlauf der Strecke ist ganz nach unserem Geschmack und bietet einen ausgezeichneten Blick in die Ferne. Dabei entdecken wir grasende Wildpferde und weiter unten im Tal entdecken wir den blau leuchtenden Stausee Lago Govossai. In wenigen Kilometern werden wir den Punta La Mamora erreichen, dessen Gipfel wir in der Ferne bereits erkennen können. Zuvor geht es abermals über kleine Trampelpfade durch einige Felsgebiete. Bis wir schließlich auf ein weiteres Plateau kommen. Auf diesem befindet sich zur unseres Besuchs noch eine Baustelle. Wie es scheint ein weiterer Lift.

Um uns herum stehen kleine dunkelgrüne Büsche. Die Pflanzen sitzen voller Marienkäfern die sich in der Sonne wärmen. Sowas haben wir noch nie gesehen und freuen uns wie kleine Kinder. Von hier aus ist es nicht mehr sehr weit bis zum Gipfelkreuz des Punta La Marmora. Dort angekommen ist der Eintrag im Gipfelbuch obligatorisch.

Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit vorausgesetzt, geht es auf einem wirklich schmalen Grat auf den etwas weiter unten liegenden Gipfel des Punta Florisa. Wir verweilen hier eine Weile bei Sonnenschein und bester Sicht auf die umliegenden Berge bevor wir aufbrechen um einen Platz zum Übernachten zu finden.

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Dort oben treffen wir auch auf zwei junge Sardische Hirsche die sich so gar nichts aus uns machen. Es geht auf der Windabgewandten des Gipfels abwärts. Auch dieser Weg ist sehr Steinig und so langsam Merken wir unsere Beine nach dem Mehrstündigen Aufmarsch. Zu unserer Überraschung finden wir die erwähnte Schutzhütte zerfallen vor.

Kurzeitig sind wir etwas ratlos. Da das umliegende Terrain ein Zeltaufbau unmöglich macht. Den Weg zurück zu gehen ist keine Option. Das Arcu Artiali Areal wäre bei Tageslicht nicht mehr zu erreichen. Da die Dämmerung bereits einbricht. Die Gefahr sich später in der Dunkelheit zu verlaufen oder zu Stürzen ist ein weiterer Grund davon abzusehen den Weg zurück anzutreten.

Wir Beschließen noch ein Stückchen weiter zu Marschieren in der Hoffnung auf eine Wettergeschütze stelle auf der wir unser Nachtlager aufschlagen können. Die Laune befindet sich aktuell im Keller. Müdigkeit und Hunger machen es nicht einfacher. Nachdem wir eine Weile gelaufen sind trauen wir unseren Augen kaum, als wir einen Abgezäunten Picknickplatz finden. Da lag Sie vor uns. Eine Umzäunte grüne Oase mit Bäumen, Bänken einer Quelle und Platz zum Zelten.

Voller Freude und sichtlich erleichtert, bauen wir das Zelt auf und machen es uns im Inneren gemütlich. Als die Sonne hinter den Bergen verschwindet kühlt es merklich ab und so ist es an der Zeit sich gegenseitig zu wärmen. Am nächsten Morgen sind wir froh diesen Platz noch gefunden zu haben. Es wurde empfindlich kalt in der Nacht und auch der Morgen ist ohne Sonne recht kühl. Als wir Kaffee kochen und etwas frühstücken, schauen wir uns an wie die Sonne langsam über die Berge steigt und das Tal vor uns nach und nach erhellt. Das Tal liegt teils noch im Nebel, die Bergketten weiter hinten sind schemenhaft zu erkennen. Die Sonne steigt langsam über das Bergmassiv in die Höhe.

Die Entscheidung hier zu Zelten hat sich für uns gelohnt. Das Szenario ist die Bemühung und Schlepperei wert gewesen. Nach dem Frühstück geht es auf die letzte Etappe der Tour. Der Weg führt jetzt überwiegend auf einem Grat ins Tal hinab. Dieser verläuft im Schatten der Berge und so ist es noch lange recht frisch weshalb wir auch die Jacken anbehalten. Beim erneuten Schnüren unserer Schuhe machten wir dann noch eine super Entdeckung für das Abendessen. Wilden Thymian wächst hier wie Unkraut am Wegesrand.

An frischen Kräutern können wir einfach nicht vorbei gehen und so nehmen wir uns etwas davon mit. Nach einer weiteren Stunde auf diesem Weg erblicken wir erstmalig das Refugio und unser Auto. Wir sind Dankbar für die tolle gemeinsame Erfahrung auf dem Dach Sardiniens.

Sicht-vom-Punta-La-Mamora-auf-SardinienZeltplatz am Berggipfel des Punta La Mamora auf Sardinien.Wandern am Dach SardiniensTalblick-Punta-La-Mamora-SardegnaGipfelkreuz des Punta La MamoraWaderweg-durch-di-ardischen-BergeBergwanderung Sardinien Punta La MamoraSchafe-Wanderung-La-Punta-MarmosaBergpfad-Sardinien-TrekkingGipfelkreuz-Punta-La-Mamora

Fazit und Tipps

Der Weg ist unserer Meinung nach gut beschildert, trotzdem gab es schon Personen die sich in den Bergen Sardiniens verlaufen haben. Generell gilt in den Bergen. Lieber etwas mehr Vorsicht. Bleibt auf den Markierten Wegen und behaltet das Wetter im Auge. Falls Ihr Zweifel habt richtig zu gehen kehrt besser um. Falls Ihr Solo auf Tour geht, meldet Euch bei jemand ab und gebt dieser Person die Routeninfo sowie die gewünschte Zeit der Rückkehr. Das mag albern Klingen kann aber im Notfall Leben retten!

Speichert euch die Nummer der Regionalen Bergwacht im Handy ab. Das Wetter kann sich in den Bergen schlagartig ändern. Seid darauf vorbereitet. Solltet Ihr beim Wetter unsicher sein fragt Einheimische vor Ort. Diese kennen die Eigenarten meist am besten und haben vielleicht auch noch den einen oder anderen Tipp für Euch. Warme Kleidung und festes Schuhwerk versteht sich von selbst. Im Sommer ist es am Tag sehr warm dafür aber nachts empfindlich kalt. Plant das bei eurer Tour ein. Solltet Ihr Zelten so haltet Ausschau nach Wildschweinen! Verwechselt diese aber nicht mit den wilden Schweinen. Diese sind viel Harmloser als Ihre wirklich Wilden Artgenossen. Sucht gegebenenfalls nach einem Verschlag oder Umzäunten gebiet.

Wir sehen uns Outdoor.
Marco,Petra und die kleene Jo

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