DIE KLEINE RUNDWANDERUNG SCHEINT WENIG GEFLEGT ZU SEIN.

Torfhausmoor – Rundwanderung im Nationalpark Harz

Das Torfhausmoor liegt bei Torfhaus, einem kleinem Ort inmitten des Nationalparks Harz. Die kleine Siedlung ist die Höchste Bergsiedlung Niedersachsens und verdankt seinen Namen wie nicht anders zu erwarten dem Torfabbau der hier im Torfmoor einige Jahre praktiziert wurde. Das Moor selbst findet man idyllisch gelegen im Wald. Es liegt gut ausgeschildert in unmittelbarer Nähe zum Besucherzentrum. Direkt zwischen Torfhaus und dem östlichen Brocken.

Ausgangspunkt der Torfhausmoor Wanderung

Die Anreise ist unspektakulär und bedarf weniger Sätze. Wir reisen mit dem Van an und geben als Zieladresse Torfhaus im Harz ein. Et Voilà da sind wir auch schon am Ziel. Ging doch schneller als gedacht oder was meint ihr ;-)? Wir Parken am Besucherzentrum direkt hinter dem Harz Resort auf einem kostenpflichtigen Parkplatz. Alle Parkplätze sind Kostenpflichtig und auch nicht günstig. Leider gibt es keine Alternative. Außerdem akzeptieren die Automaten nur Bargeld. Völlig Retro denken wir uns und ein Zustand der absolut nicht Zeitgemäß ist. Nun noch schnell die Wanderschuhe angezogen und den Rucksack packen und los geht es.
Das Torfhausmoor wartet darauf Erlebt zu werden.

Die Torfmoorwanderung

Kurz darauf verlassen wir denn Parkplatz und passieren das Harz Resort. Wenig später erreichen wir einen Weg der parallel zur Bundesstraße verläuft und uns zur Goethestraße bringt. Dieser kleinen Straße folgen wir ein paar Minuten bis zu einem Wegweiser. Auf diesem befinden sich drei Ziele. Goetheweg via Brocken, Oderbrück Parkplatz und unsere Rundwanderroute –Rund ums Torfhausmoor-Schierke, Braunlage Luchsdenkmal. Also auf geht´s und lasst uns zusammen das 10.000 Jahre alte Moorgebiet erkunden.

Die Treppe zum Bohlensteg

Nachdem wir ein Stück auf dem breitem Forstweg gelaufen sind kommen wir zu einer flachfstufigen Treppe. Am Beginn dieser Treppe befindet sich ein Holzschild mit einigen sehr interessanten Informationen und Verhaltensregeln zum Torfhausmoor. Der Treppe abwärts folgend kommt man kurz darauf auf eine Lichtung. Der Blick erstreckt sich weit über die karge Moorfläche. Typischerweise finden wir hier viele Pflanzenarten die wir bereits von anderen Mooren kennen. Sei es die vielen verschiedenen Arten des Torfmooses das wir bereits in Schweden oder Tschechien kennen lernen durften oder aber auch das Scheiden-Wollgrass und die Zwergbirke um nur einige zu nennen die mit solch nährstoffarmen Böden klar kommen. Auf dem Steg selbst findet man hier und da eine Bank.

Diese eignen sich hervorragend zu einer kurzen Rast mit Aussicht. Da unsere Rundwanderung durch das Torfhausmoor erst begonnen hat entschließen wir hier nur etwas die Ruhe zu genießen bevor es weiter geht. Immer mal wieder findet man neben dem Steg kleine Naturwunder die zum stehenbleiben animieren. So entdecken wir kleine Wassertropfen die wie Perlen an einem Ast gefroren sind und alles hinter sich auf den Kopf gestellt zeigen. Auch ein kleiner Busch zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Sein rotes Laub ist schon von weitem zu erkennen und bildet einen wunderschönen Farbtupfer in der Grün-Braunen Winterlandschaft. Wenig später geht es wie zu Beginn der Wanderung über eine flache Bohlentreppe zurück auf einen breiten Weg auf dessen Seite ein kleiner Bach verläuft.

Die Bachfassung

Solche Bäche oder Entwässerungsgräben sind uns bereits aus anderen Moorgebieten bekannt. Sie dienen der Regulierung von überflüssigem Wasser nach Regenfällen oder Schneeschmelzen. Der Bachlauf verläuft nun rechts von uns. Wir bleiben auf dem Weg bis wir schließlich zum „Fehlschlag“ kommen. Mehr zu diesem Bauwerk erfahren wir auf dem Hinweisschild. Du möchtest noch mehr über den Sinn, Zweck und Funktionen solcher „Fehlschläge“ erfahren? Auf der Seite von Grabenwärter gibt es zahlreiche weitere Informationen. Von hier aus geht es den Wegweisern folgend zum Luchsdenkmal.

Etappenziel Luchsdenkmal im Nationalpark Harz

Fast 200 Jahre war der Heimische Luchs im Harz ausgerottet bis es ihm wieder sich gelang anzusiedeln. Ganz in der Nähe des Denkmals befand sich das Auswilderungsgehege aus dem im Jahr 2000-2006 etliche Luchse den Weg zurück in die Wildnis des Harzes fanden. Ein schöner Platz direkt an einem Bachlauf. Bänke und ein Tisch laden hier zur Rast ein. Wir gehen weiter und folgen dem breitem Weg der ums Torfhausmoor führt.

Der wundersame Rundweg

Nicht wesentlich später kommt man zu einem interessanten Ort. Ein Holzsteg erweckt unser Interesse am Wegesrand. Neugierig folgen wir dem Weg in den dichter werdenden Wald. Es geht zwei Stufen nach oben und wie es scheint ist es ein Lehrpfad. Zumindest ist es die Vermutung, da in regelmäßigen Abständen kleine Hinweisschilder aufgestellt wurden. Nur waren alle gänzlich leer. Keine Informationen oder sonstiges. Sichtlich sind es keine neuen Schilder und so ist ein weiteres mal der Positive Eindruck der Wanderung Torfhausmoor getrübt. Die Runde zu laufen macht dennoch großen Spaß. Es gibt eine große Wurzel zu entdecken die auf der Seite liegt. Direkt daneben gibt es ein kleines Aussichtspodest. Nachdem man es nicht mehr erwartet hat kommt dann doch noch ein Hinweisschild.

Der Fotospot #derwaldruft

Das vermeidliche Hinweisschild im Torfhausmoor entpuppt sich als geschickte Social Media Kampagne. Wir kannten ja bereits die Kodak Moments aus Schwedens Nationalparks die dazu animieren sollen das die Besucher mit einem bestimmten Hashtag Bilder posten. So ist es auch hier. Wir finden es völlig okay auf diese Art zu werben man muss aber dazu sagen dass schnell ein falsches Bild vermittelt werden kann. Auf einem der Bilder seht ihr das Schild und könnt den dazu gehörigen Text lesen.

Die Etappe zurück zum Parkplatz

Wir schlendern den breiten Weg weiter entlang und genießen noch ein wenig die Natur bis wir schließlich zum Wegweiser kommen an dem unsere Rundwanderung durch das Torfhausmoor begonnen hatte. Eine durchaus nette Wanderung die Aufgrund ihrer Länge gut mit Kindern begangen werden kann.

Fazit

Der Harz hat es seit langem nicht ganz einfach auch wenn die Besucherzahlen der letzten Jahre ein Aufwärtstrend verzeichnen. Kyrill und der Borkenkäfer haben weit sichtbare Schäden am Wald verursacht. Vielerorts sieht man wenig einladende Wälder und das wird sicherlich noch einige Jahrzehnte so weiter gehen. Nichts desto trotz war es eine nette Wanderung. Wie so oft gab es auf den Bildern im Netz nur die schönste Stelle der Wanderung zusehen Stichwort „Bohlensteg“ ansonsten eher eine ernüchternde Rundwanderung. Breite Wege und Forststraßen sind das große Harz Manko. Die Streckenführung muss ansprechender werden so viel steht fest. Wer jedoch einen netten Ausflug mit seinem Nachwuchs plant ist damit gut beraten.

Wir sehen uns Outdoor
Marco,Petra und die kleene Jo

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