Auf dem Weg zum Monte Tolu.Solch wunderbare Panoramen findest du auf Korsika

Panorama Wanderung zum Monte Tolu auf Korsika

Der Tag beginnt mit einem grandiosen Sonnenaufgang inmitten der Berge von Korsika auf gut 1000 Metern. Auf einem Wanderparkplatz unweit des Monte Tolu. Wir haben die Nacht im dichten Nebel auf dem Platz direkt an der Straße D63 im Inselinneren verbracht. Der Parkplatz ist recht leicht zu finden sofern man nicht wie wir im dicksten Schmudelwetter dort oben ankommt. Am Wanderparkplatz befindet sich ein POI * sowie das Restaurant „A Merendella“.

Der Sonnenaufgang

Am Morgen genießen wir erst einmal den bombastischen Sonnenaufgang. Auf einem kleinen Hügel, umgeben von atemberaubender Natur ganz in der Nähe von unserem Van haben wir einen tollen weiten Blick. Nach und nach erwacht Korsika, die Vögel in den Bäumen heißen den Tag mit lautem Gezwitscher Willkommen und erfreuen sich, genau wie wir, an den warmen Sonnenstrahlen die langsam aber sicher alle Teile der Insel erreichen. Nachdem wir dieses Naturschauspiel in vollen Zügen genossen haben geht es daran für das Leibliche wohl zu sorgen. Wie immer ist als erstes der Kaffee in der mache dazu gibt es ein ordentliches Frühstück mit lecker Käse und Wurst aus der Region. Nebenbei packen wir Proviant und Getränke in unseren Rucksack, da wir nicht genau wissen wie lang die Wanderung zum Monte Tolu dauern wird.

Als wir uns ein wenig frisch machen bemerken wir einen vierbeinigen Besucher. Ein Hund tauchte wie aus dem Nichts auf und weicht uns von nun an nicht mehr von der Seite. Es ist ein friedlicher, zurückhaltender Hund und scheint an Touristen gewöhnt zu sein weshalb wir davon ausgehen, dass er zum Gasthof gehört. Der Wetterbericht für diesen Tag ist richtig gut und so starten wir voller Vorfreude unsere dritte Wanderung auf Korsika.

Die Wanderung zum Monte Tolu

Die Wanderung beginnt direkt hinter der Straße an dem Weidegatter. Rechts davon befindet sich ein Durchgang um auf das Umzäunte Areal mit der Sendeanlage zu kommen. Hier begegnen uns die ersten Wegweiser überhaupt und wir dachten schon, dass es so etwas nicht gibt auf Korsika. Von hier aus folgen wir einem breiten ausgewaschenen Versorgungsweg Bergauf. Bis auf den Bergrücken sind es nur wenige hundert Meter. Die Sendeanlage passieren wir linksseitig. Wir haben einen fast wolkenfreien Tag und genießen schon jetzt die warmen Strahlen der Sonne auf der Haut. Hier haben wir bereits einen Fantastischen Blick über das Inselinnere bis zum Meer. Wie soll es auch anders sein, treffen wir hier oben auf ein paar Kühe, die genüsslich Fressen bis sie schließlich von unserem Zugelaufenen vierbeinigen Begleiter etwas geärgert werden.

Scheint so als hätten Sie wenig Angst vor einem Hund und so geht eine Kuh direkt zum Angriff über. Was für ein Schauspiel…Wir schauen uns das Spektakel aus sicherer Entfernung an. Zum Glück entspannt sich die Situation recht schnell und so können wir die Weidefläche der Kühe rasch und problemlos überqueren. Wenig später treffen wir noch auf ein paar Landwirte. Ihr alter Toyota Pickup sieht schon ziemlich mitgenommen aus. Fahrer und Beifahrer grüßen freundlich. Langsam wird der der Weg etwas schmaler und wir kommen zu einer kniehohen Mauer die wir übersteigen. Direkt dahinter befindet sich eine alte Steinhütte über der Tür steht 1940. Wir sind immer wieder beeindruckt dass es Menschen gab die hier draußen unter einfachsten Bedingungen bei Wind und Wetter gelebt haben. Von hier aus geht es weiter über eine üppige grüne Ebene.

Der Morgentau benetzt noch immer ihre Blätter und so glitzern die kleinen Büsche an manchen Stellen wunderschön in der Sonne. Wir passieren ein eisernes Kreuz an einer Weggabelung mit einigen Wegweisern. Vor uns liegt ein weiterer kleiner Anstieg bis zur Kuppel. Oben angekommen hat man wieder einen tollen Blick über die Landschaft Korsikas. Nun kommen wir auch in den Genuss unserer ersten kleinen Kraxlerei. Diese ist nötig da man das oberhalb liegende Areal nicht betreten darf. Auf der halben Strecke begegnen wir abermals einem Wegweiser. Ein bisschen amüsiert nehmen wir das zur Kenntnis. Da wir uns auf den anderen Wanderungen auf Korsika selbst schon über nur einen Wegweiser gefreut hätten.

Nachdem wir uns nun durch dieses etwas unwegsame Gelände gearbeitet haben kommen wir erneut auf einen Pfad und können in einiger Entfernung unser Ziel sehen. Wir laufen unterhalb des Kamms als Petra in der Ferne etwas am Himmel Entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt können wir nur ahnen was wir später aus der Nähe sehen werden. Groß ist es so viel steht fest. Nachdem wir nun eine ganze Weile auf dem Weg verbracht haben kommen wir zu einem Gerölfeld. Hier heißt es Augen auf um sich nicht in diesem unwegsamen Gelände zu verlaufen oder gar zu stürzen. Markierungen sind teils nicht mehr vorhanden oder nur noch ganz schwach zu erkennen. Das Steinfeld drückt unser Tempo extrem nach unten. Ständig müssen wir halten um uns neu zu orientieren. Hingegen scheint der Hund genau zu wissen wohin wir wollen und so bleibt er immer wieder in Sichtweite stehen.

Nachdem wir das Feld durchquert haben gelangen wir abermals auf eine wunderschöne Grüne Ebene. Nun ist es nicht mehr sehr weit zum Gipfel des Monte Tolu auf Korsika. Wir schätzen das noch gut eine Stunde Fußmarsch auf uns warten. Der weitere Weg steigt sehr Flach an so dass wir wieder einiges an Zeit gut machen auf dieser Strecke. Nach gut einer Stunde kommen wir in ein Felsgebiet. Wir folgen der Wegmarkierung in eine Felsverschneidung. Hier geht es nun steil Bergauf.

Kraxelei ist gefragt und wir sind wieder einmal froh, dass wir durch das Klettern einiges an Erfahrung haben was solche Sachen angeht. Wir halten einen großen Abstand. Dieser Abstand ist zur eigenen Sicherheit nötig. Auch ein kleiner Herabfallender Stein kann die Tour beenden. Hier ist Erfahrung und Umsicht gefragt. Nach gut 30 Minuten haben wir es auf das Gipfelplateau des Monte Tolu geschafft. Nun heißt es erstmal Pause machen und den Ausblick auf 1332 Metern genießen. Wir haben Euch mit der Drohne eine Rundumsicht aufgenommen. Wir hoffen Euch gefällt die Sicht über Korsika genauso gut wie uns.

Gipfelvideo

Nachdem wir nun eine Weile auf der Ebene Rast gemacht haben geht es weiter zum Abstieg. Auch hier muss man wieder genau schauen wohin man tritt. Kurz bevor wir unten angekommen sind gab es einen kurzen Schreckmoment. Loses Gestein löste sich und fast gab es dabei einen Sturz. Schöner Mist. Zurück sind wir jedoch deutlich schneller unterwegs. An einem Fels Hang sehen wir wieder einen Greifvogel in der Luft. Mit der Spiegelreflexkamera können wir uns das diesmal etwas genauer anschauen.

Später stellen wir nach einiger Recherche fest, dass es sich um einen Rotmilan gehandelt hat. Eigentlich völlig egal es war ein unheimlich schönes Tier mit wirklich überragenden Flugfähigkeiten. Gut möglich das er auf Futtersuche war. Auf dem Hinweg war es noch kühler und jetzt wo die Sonne hoch am Himmel über Korsika steht treffen wir immer wieder auf Salamander die ein Sonnenbad nehmen. Wir nehmen wieder unwahrscheinlich viele Eindrücke von dieser Wanderung zum Monte Tolu mit. Dieser Wanderung in den Bergen Korsikas war eine der schönsten der letzten Tage.

Fazit

Anspruchsvolle kurze Wanderung mit dem gewissen Extra. Es ist keine arg lange Tour, jedoch verfügt Sie über eine absolut traumhafte Wegführung mit tollen Aussichten. Immer wieder ändert sich die zu sehende Kulisse und die Pfade lassen keine Langeweile aufkommen. Für erfahrene Kinder ist sie auch gut geeignet da die Kraxelei Abwechslung bietet. Nur Anfänger sollten wirklich aufpassen, da man sich gerade im Geröllfeldern schnell verläuft oder verletzt. Im Herbst ist man so ziemlich alleine in den Bergen rund u den Monte Tolu unterwegs. Die gut sieben Kilometer lange Wanderung bedarf auf jeden Fall ein wenig Kondition und ist gerade im Sommer nicht zu unterschätzen, da es keinerlei Schatten auf dem Bergrücken gibt. An einigen Stellen ist ein wenig Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt.

Touristen Information – Homepage

Wir sehen uns Outdoor
Marco,Petra und die kleene Jo

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