Blick vom Aussichtssteg
Schweden,  Wandern

Der Hamra Nationalpark. Urige Wälder,Moore und die größte Bärendichte Schwedens.

Der Nationalpark Hamra liegt in der Kommune Ljusdal in der Provinz Gävleborg. Zu erreichen ist der Nationalpark über eine Abzweigung östlich von Fågelsjö von der E45 von Sveg nach Orsa. Einfach den Wegweisern folgen. Nach wenigen Kilometern kommst du zum Parkplatz Huvudentrén. Sofern du nun weiterfährst, kommst Du zu den anderen beiden Parkabschnitten. Das wäre weiter Östlich Svartåentrėn, auf dem Weg dorthin passierst du Myrentrėn den Mittleren Teil des Parks.

Einzig am Eingang Huvudentrén gibt es die Möglichkeit mit einem kleinen Camper die Nacht zu verbringen. Vorsicht beim Rangieren – Der Randbereich ist nicht befestigt und gibt sehr leicht nach.

Inhaltsverzeichnis

Fakten zum Park

Gegründet wurde der Park 1909 mit einer Fläche von 28 Hektar. 2011 wurde er erweitert und umfasst nunmehr eine Fläche von 1400 Hektar. Er besteht aus 54% Wald, 45% Moor und 1% Gewässer in jeglicher Form. Der Forstbestand ist naturbelassen und hat noch niemals eine Axt oder einen Benzinbieber gesehen. Vielleicht liegt es ja daran das es den Bären hier so gut gefällt. 2011 wurde die Goldkrone verliehen, diese soll besonders Naturbelassene Parks auszeichnen.


Wandermöglichkeiten

Du hast die Auswahl aus fünf Wanderungen von sehr kurz bis zur Mehrstundentour. Die kürzeste Strecke liegt tatsächlich bei nur einem Kilometer und dauert ungefähr 40 Minuten. Die längste Strecke zieht sich einmal der Länge nach durch den Park. Sie beginnt in Huvudentrén und Endet nach gut 10 Kilometern in Svårtaentrén. Wir stellen Euch hier zwei von drei gelaufenen Strecken näher vor. Die 2,5 Kilometer kurze Myrslingan Rund und die empfehlenswerte 3 Kilometer Urskolingan Rund.


Myrslingan Rund

Wir folgen ausschließlich den Lila Wegmarkern. Der Weg beginnt an dem langem Steck oder Brücke mit zwei Feuerstellen und dem Zaum. Hier gehen wir bis zum Ende. Rechts an der Brüstung finden wir eine Tür sowie eine kleine Treppe. Wir gehen die wenigen Stufen herunter und stehen nun vor zwei Holzbohlen. Die Art Weg ist uns bereits aus anderen Parks bekannt und so haben wir wenig scheu uns darauf zu bewegen. Nur das diesmal in wenigen Meter der Weg etwas unter Wasser steht und gebrochen wirkt. Optionen gibt es nur zwei. Umkehren, was so gar nicht unserem Naturell entspricht oder schauen ob es nicht doch irgendwie weitergeht. Mutig entscheiden wir uns für Variante zwei obwohl Jo auf Petras Rücken ist. Langsam tasten wir uns voran. An der gebrochenen Stelle gilt es besonders auf der Hut zu sein. Nichts wäre schlimmer als dass Petra mit der kleinen in das Moor stürzt.

Aber zusammen und mit der nötigen Ruhe können wir schlussendlich das defekte Stück überqueren. Nichts geht eben über Teamwork. Links von uns sehen wir eine weitere hölzerne Beobachtungsplattform inklusive Feuerstelle. Unserem Wegweiser folgend geht es nach rechts. Wir gehen über die Moorlandschaften und durchqueren kleine Waldstücke. Diese sind nicht sehr dicht bewachsen und so können wir meisten schon weit in die Ferne sehen. In den Waldstücken folgen wir typischen Pfaden. Wir sehen einiges an Moos. Von ganz hellem Grün bis Orange und Rot ist alles dabei. Uns gefallen die Orangenen und Roten am besten. Sie bilden einen guten Kontrast zum restlichen Grün des Waldes. Es dauert hier auch nicht lange und wir erreichen die Treppen mit Tür, wo wir begonnen haben. Diese kurzweilige Wanderung hat uns gefallen und neugierig machen wir uns auf zur Urskogslingan Rund.

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Die Urskogslingan Rund

Ist die Wanderung mit der schönsten Geschichte. Einen Großteil der Runde geht es über die ursprünglichen Wege von 1909. Zuerst geht es an den Informationstafeln vorbei. Das kleine Haus liegt dabei rechts von uns. Wir folgen dem gelben Wegmarkern. Zuerst geht es über einen breiten Holzsteg der Kinderwagen und Rollstuhl gerecht ist bis zum Svansjön See. Auf diesem Weg passieren wir auch den Ursprünglichen Parkzugang. Das alte Tor ist gut zu erkennen. Diesen lassen wir jedoch links liegen. Wir folgen dem Steg bis zum See. Von nun an geht es auf einem kleinen schmalen Weg weiter.

Die Natur an diesem Platz wirkt tatsächlich wild und ungezähmt. Unzählige alte umgefallene tote Bäume liegen umher bewachsen und überwuchert von Flechten und Moosen. Der Wald wirkt so richtig Urig. Wir übersteigen einige alte Bäume die auf dem Weg liegen, kraxeln über Felsige Wege um kurz darauf schmale Wurzeltrails zu meistern. Hier und da sieht man die vom See reflektierende Sonne durch die Bäume blitzen. Ein Specht hämmert nahrungssuchend an einen Baum. Ab und an begegnen wir Libellen oder Schmetterlingen und obwohl wir kurze Zeit später auch schon wieder am Ende dieser Wanderung angekommen sind, war es eine der schönsten Wanderungen.

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Gibt es wirklich Bären?

Ja! Schaut genau hin im Header versteckt er sich.
Wir können das Gefühl nicht beschreiben. Auch welchen Gedanken wir hatten. Wir beschreiben das mal so: Wuhuhuhuuuuuuuhuhuuuu.


Unser Fazit

Je nachdem wieviel Ihr wandern mögt oder euch auf die Lauer legen wollt, um einen Bären zu sehen, kann man hier gute zwei Tage verbringen. Für Vogelliebhaber ist Hamra auch sehr zu empfehlen. Die Wanderung durch den alten Park ist lohnenswert.
Kinder können gut mit, da nur sehr geringe Steigungen überwunden werden müssen und der Park viel Abwechslung und Abenteuer bietet.

Wir sehen uns Outdoor.
Marco,Petra und die kleene Jo

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