Der Blick vom Berg ins Tal war Atemberaubend
Schweden

Fulufjället Nationalpark. Von Old Tjikko und Schwedens höchstem Wasserfall bei Schnee.

Der Nationalpark Fulufjället liegt im Nordwesten von Dalarna, ca. 150 km von Mora und ca. 60 km von Idre. Er zieht sich vom nordwestlichen Dalarna bis zur norwegischen Grenze, ca. 25 km westlich von Särna. Du fährst die Reichsstraße 70 von Särna in nördliche Richtung. Nach 4 km biegst du links ab in Richtung Mörkret und Gördalen. Ab Mörkret ist der Weg zum Nationalpark Fulufjället ausgeschildert.


Fulufjället (S) / Fulufjellet (N) Fakten

Der Schwedische Teil des Nationalparks umfasst 38500 Hektar und wurde 2002 eingerichtet. Der Norwegische Teil ist mit 8200 Hektar vergleichsweise klein aber nicht minder attraktiv. Schweden und Norwegen vereinen sich hier zu einem großen Schutzgebiet für Tiere und Natur und haben gleich zwei Attraktionen zu bieten. Zum einen den ältesten Baum der Welt.
Eine Fichte mit dem stattlichen Alter von 9500 Jahren. Ihr Spitzname „Old Tjikko“ und zum anderen den höchsten Wasserfall Schwedens. Der Njupeskär Wasserfall stürzt sich 93 Meter in die Tiefe und ganze 70 Meter davon befindet sich das Wasser im freien Fall.

Wanderungen im Fulufjället

Du hast hier, wie so oft, mehrere Wanderungen zur Auswahl. Einige von Ihnen führen dich an und über die norwegische Grenze andere hingegen sind mehrstündige Rundwanderwege. Der kürzeste Weg ist der Brynflået. Dieser ist nur gut 1,5 Kilometer lang. Dieser liegt jedoch nicht direkt am Parkplatz des Besucherzentrums (naturum). Die längste Runde ist Rösjöleden und ist eine Variante der Umrundung via Lorthån. Diese Wanderung ist für Anfänger nicht geeignet. Wir sind gezwungen aufgrund der Witterung, wir haben hier noch Schnee und das nicht zu wenig, einen Mix aus verschiedenen Routen und Wegen zu nehmen. Diese verlaufen zum Teil recht abenteuerlich im Gelände.

Unsere Freestyle Wanderung

Am Morgen ist es noch recht kühl, obwohl die Sonne scheint. Gegen 11.00 Uhr kommen wir endlich los. In diesem Moment läuft uns ein Fuchs über den Weg. Aufmerksam beobachten wir ihn und er uns. Ganz vertraut dreht er seine Runde und verschwindet wieder. Super, wenn man genau in diesem Moment auch die Kamera zur Hand hat. Schnee und Eis werden uns heute begleiten. Wir sind froh Wanderstöcke dabei zu haben. Zum einem geben sie Sicherheit beim Laufen und zum anderen eignen sie sich um schneebedeckte Löcher zu entdecken, was später noch von Vorteil sein wird. Unser Weg zum Wasserfall beginnt am Naturum. Es geht über eine weite Ebene in Richtung Berge. Gleich zu Beginn fällt uns direkt eine kleine Schutzhütte mit Grill ins Auge. Brennholz liegt parat als würde jeden Moment ein Wanderer einkehren.

Eine weitere Hütte erreichen wir wenig Später am See. Diese hat einen vorgezogenen Steg bis zum Seeufer. Große Tische und Bänke stehen unter dem Vordach. Davor befindet sich eine große Feuerstelle mit Grill. Sägebock und Bügelsäge stehen seitlich an der Hütte. Lange Holzstämme liegen geschützt vom Dachüberhang hinter der Hütte. Später am Tag werden wir erneut hier sein. Nun geht der Weg weiter Richtung Aussichtspunkt und Wasserfall. Hier und da weicht der Schnee. Die Natur erwacht zu neuem Leben. Schlängelnd geht der Wanderweg durch den Wald.

Der Weg ist an sich moderat, aber aktuell erfordert er einiges an Erfahrung und hohe Trittsicherheit. Am Aussichtsplatz gibt es eine Hütte und mehrere Bänke. Somit hat man bei schlechtem Wetter eine Rückzugsmöglichkeit. Wir sehen an diesem Tag leider nur einen Eis-Wasserfall. Tatsächlich ist er gänzlich gefroren und zu bestimmten Zeiten darf man sogar Eisklettern. Von der Neugier getrieben geht’s den Weg noch etwas weiter zum Wasserfall bis zu einer Treppe. Diese ist jedoch gesperrt. Im Tal sieht man eine zermalmte Holzbrücke. Man kann sich schwer vorstellen welche Energien darauf eingewirkt haben.

Die Zerstörungskraft ist beängstigend und beeindruckend zugleich. Da es hier nicht weitergeht, gönnen wir uns eine Rast an der Hütte und genießen die Aussicht, Sonne und Ruhe.
Der Berg lockt uns tatsächlich, trotz Schnee, noch etwas weiter nach oben zu gehen. Unser Weg führt über künstlich angelegte flache Stufen, bis auch diese unter Schnee verschwinden. Von nun an wird improvisiert. Zum Glück haben wir ein wenig Erfahrung und so kommen wir gut voran. Hier und da sehen wir stellen unter dehnen Hohlräume lauern. Unachtsamkeit würde vermutlich zu einem Sturz oder Verletzungen führen. Belohnt werden wir mit dem Ausblich, ein grünes Tal eingebettet von weißen Berghängen.

Die Sichtweite ist schier unendlich. Blauer Himmel. Sonnenschein. Als wir oben angekommen sind, folgen wir soweit es geht der roten Wegmarkierung. Der Boden ist bedeckt mit Geröll. Wir sind froh, dass die Schneedecke hier und da den Blick auf den Untergrund frei gibt. Wir drehen hier oben eine kleine Runde. In der Ferne sehen wir dunkle Wolken und machen uns daher auf den Rückweg. Nach kurzer Zeit sind wir wieder am Aussichtspunkt. Wir verlieren keine Zeit und bewegen uns rasch ins Tal. Durch die grauen Wolken ist unser Tempo deutlich gestiegen und so passieren wir in kurzer Zeit die Hütten sowie das Naturum.

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Wir warten einige Zeit am Van. Die Schlechtwetterfront zieht jedoch zum Glück an uns vorbei. Also Rucksack das zweite Mal geschnappt, Grillfleisch und andere Leckereien wandern hinein und es geht an die schöne Hütte am See zum Winter-Grillen mit Blick auf die Berge. Wir Sägen uns etwas Holz und fangen an Feuer zu machen. Einfach toll das hier überall solche Plätze angelegt sind. Nach gut 45 Minuten kann gegessen werden. Frische Bergluft und Bewegung sorgen für großen Appetit. Über uns wird es nochmal Grau und es wird spürbar kälter. Kurz darauf bekommen wir heftigen Schneefall und wir beschließen zu gehen. Was für ein Tag. Wir bleiben noch etwas an der frischen Luft und genießen den Schnee.

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Unser Fazit

Der Ausflug hierher hat sich gelohnt, auch wenn wir keinen tosenden Wasserfall gesehen haben. Die Wanderung mit anschließendem grillen war in dieser Umgebung unser persönliches Highlight. Es muss nicht immer Sommer sein. Die vergangenen Tage in Schweden hätten nicht abwechslungsreicher sein können und so ist es auch hier. Wandern im Schnee und das Ende Mai. Wer hätte das wohl gedacht. Wir sind begeistert und würden am liebsten länger bleiben.

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Wir sehen uns Outdoor.
Marco,Petra und die kleene Jo

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