Der Vetterberg steigt fast Senkrecht hinter den Häusern in die höhe.
Schweden

Fjällbacka – Ronja Räubertochter, Hollywood und Mord.

Das kleine Fischerdorf Fjällbacka an der Westküste Schwedens, kurz vor der norwegischen Grenze. Ein auf den ersten Blick unscheinbarer Ort mit nur 860 Einwohnern. Doch dieser Eindruck täuscht, denn es ist Nebensaison. Im Sommer tummeln sich die Touristen an der Promenade und es liegen Yachten im Hafen. Die kleinen Restaurants und Kaffees machen in dieser Zeit Ihren Hauptumsatz bis der Ort wieder in seinen Winterschlaf verfällt. Warum ist dieser kleine Ort aber so gefragt?
In den nächsten Stunden unseres Aufenthaltes versuchen wir dieses Rätzel etwas zu lösen.

Jetzt aber der Reihe nach. Nach kurzer suche finden wir recht zentral einen kleinen Parkplatz. Von hier aus starten wir zur Wanderung und anschließendem Bummel durch das kleine Fischerdorf. Eine kleine Kopfsteinpflasterstraße mit kleinen Läden führt vom Parkplatz zum Hafen und dem Ingrid Bergman Torg. Wir begegnen keiner Menschenseele, nicht mal ein Hund oder Katze läuft uns über den Weg. Die Zeit scheint hier in der Nebensaison wirklich stehen zu bleiben. Erst nach einer ganzen Weile sehen wir einem Einheimischen, die Geschäfte und Restaurants an der Promenade sind geschlossen. Auch die Touristen-Information ist verschlossen. Kaum zu glauben dass es in der Hauptsaison anders sein soll.

Fjällbacka ist bekannt durch seinen imposanten Vetterberg, dieser steigt unmittelbar hinter den Häusern fast 74 Meter senkrecht in die Höhe. Zudem wurde dieser verträumte Ort von vielen Stars besucht und findet sich in Buch und Film wieder. Zum Wandern und erkunden sei Euch die Königsschlucht oder auch Kluft Kungsklyfta empfohlen. Der Eingang befindet sich unmittelbar am Hafen. Rechts neben der Ingrid Bergmann Gedenkstätte. Wer vor der Schlucht die Hinweistafel aufmerksam liest, bekommt einige erstaunliche Fakten mitgeteilt. So wurden hier Szenen von „Ronja die Räubertochter“ in der Schlucht gedreht und war auch Drehort einer Kriminalserie.


Nun wollen wir die Schlucht aber auch sehen. Ein schmaler Weg endet an einer Holztreppe und führt uns zur Schlucht.Imposant ragen die Wände in die Höhe, in deren Mitte haben sich im Laufe der Geschichte vier Felsblöcke verkeilt. Etwas beklemmend ist das Gefühl unter diesem tonnenschweren Gestein zu stehen. Wir raten an dieser Stelle dringend zu festem Schuhwerk um Verletzungen zu vermeiden, da der Boden voller Geröll liegt. Ein wenig Kondition kann auch nicht schaden, denn es geht über eine weitere Holztreppe zum Gipfelplateau.

Oben angekommen, werden wir mit einem tollen Blick über den Ort und den vorgelagerten Inseln (Schärengarten) belohnt. Es ist ein Art Rundwanderung mit blauer Markierung. Wir sind dieser gefolgt und waren über den Abstieg ein wenig überrascht, da er für ungeübte, Kleinkinder oder Ältere Personen nicht geeignet ist. Vielleicht ist dieser Weg auch einfach in Vergessenheit geraten. Es gibt noch eine andere Variante, der „Runt Sjörn“, zur Siedlung Vetteberget. Fjällbacka bietet also auch etwas für Naturverliebte.

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Interessant ist, warum der Ort im Sommer bei Touristen so gefragt ist. Das liegt zum einen an Hollywood Größe, Ingrid Bergman, die gebürtige Schwedin verbrachte regelmäßig Ihren Urlaub auf der Insel Danholmen vor Fjällbacka. Dort wurde nach Ihrem Tod auch die Asche verstreut. Durch Ingrid bekam das kleine Dorf sein Sternchen Image. Fortan tummeln sich Fans und Journalisten sobald Ingrid zu Besuch ist. Auch befreundete Stars wie Diana Ross oder Alfred Hitchcock kennen seither diese kleine romantische Ortschaft. Camilla Läckberg, Schwedens erfolgreichste Autorin, ist hier geboren und Ihre zehnteilige Krimireihe, „Mord in Fjällbacke“, wurde an diesem Ort verfilmt.

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Ein spannender Tagesausflug wie wir meinen, für uns wäre die Hauptsaison sicherlich keine Option, weil einfach zu voll.

Wir sehen uns Outdoor
Marco, Petra und die kleene Jo



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