Das alte Schwedische Bauernhaus in der typischen Farbe. Steht in Södra-Svänö mitten im Nationalpark Store Mosse.
Schweden

Store Mosse – Zu Gast in Südschwedens größtem Moorgebiet.

Das naturum und der Haupteingang liegen direkt an der Reichsstraße 151 von Värnamo nach Gnosjö, 17 km nordwestlich von Värnamo. Der Nationalpark ist sowohl von der E4 als auch von der Straße 26 aus gut ausgeschildert und erreichbar. Der Nationalpark Store Mosse liegt in Småland und ist das größte Moor südlich von Lappland. Insgesamt hat das Schutzgebiet eine Größe von fast 8.000 Hektar.
Direkt am Eingang befindet sich ein großer Parkplatz.

Das Übernachten im Wohnmobil ist nur am gekennzeichneten Platz und nur am Haupteingang gestattet! Wegweiser beachten.

Inhaltsverzeichnis

Fakten zum Park

Der Kävsjön mitten im Nationalpark ist ein bekannter Vogelsee und seit 1965 auch Naturreservat. Der See war sozusagen die Grundlage für die unter Schutzstellung dieses Areals 1982. Beim Kävsjön liegt ebenfalls der Haupteingang zum Nationalpark. Dort befindet sich das Besucherzentrum. Seit 1988 ist der Store Mosse ausgezeichnet mit dem”Europäisches Diplom schützenswerter Gebiete“

Wanderungen in Store Mosse

Du hast die Auswahl aus 8 Wanderungen von sehr kurz bis zur Mehrstundentour. Die kürzeste Strecke beträgt 3 Kilometer. Die längste Strecke beginnt am Haupteingang Wibeckleden und führt über Östra Rockne bis nach Andersberg. Die Strecke beläuft sich auf 14 Kilometer. Tatsächlich ist sie jedoch 28 Kilometer lang, da es sich um eine Hin- und Rückwanderung handelt.
Wir stellen Euch hier die Kävsjon Rund mit 12 Kilometern vor. Diese Wanderung führt einmal um den Kävsjön See. Dabei passieren wir zwei Aussichtstürme und Södra Svänö einen alten typischen Bauernhof. Hier kann man inmitten des Moores übernachten.

Kävsjön Rund

Eine Informationstafel zu Beginn der Wanderung klärt ein wenig über die heimische Tier- und Pflanzenwelt auf. Wir folgen von nun an der roten Wegemarkierung. Es geht ein kurzes Stück durch den Wald, wo wir zu einem kleinen Wasserlauf kommen. Diesen überqueren wir dank einer kleinen hölzernen Brücke. Schon einige Meter vor der Brücke bemerken wir sehr zu unserem Leidwesen das niemand an den Mückenschutz gedacht hat. Die kleinen Quälgeister haben es in sich, stören uns aber zum Glück nur kurzzeitig entlang des Baches.

Der weitere Weg führt uns über Holzplanken durch den dichten und herrlich Grünen Wald. Wir sind wirklich beeindruckt, alles ist schön grün und urig gewachsen. Auf den Planken begegnen uns einige Salamander. Nach gut 20 Minuten kommen wir zum ersten Aussichtsturm. Von dort aus haben wir einen tollen Blick über das weitläufige Gebiet. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt nur noch vereinzelt Sonnenschein. Der Blick vom Turm ist atemberaubend.

Wir genießen den Ausblick auf das weite Moorgebiet und können zudem auch einen Kranich entdecken. Nachdem wir erstmalig das Moor und seine Weitläufigkeit bewundern konnten, geht es weiter. Es liegen noch einige Kilometer vor uns. Wir laufen weiter auf Holzplanken, die Landschaft ändert sich ständig. Kleine Wälder und Lichtungen wechseln sich ab bis wir zu einer größeren Freifläche kommen. Wir überqueren diese Lichtung, deutlich spüren wir den Wind.

Die Planken liegen hier sehr dicht auf dem Moor. Einige sind angebrochen oder liegen nicht mehr richtig auf. Wer hier einen falschen Tritt macht, wird im besten Fall mit nassen Füssen bestraft. Hier und da, bildet das Torfmoos ganze Teppiche und so sehen wir immer mal wieder rote Flächenteppiche. Wir haben ein Viertel der Wanderung hinter uns gelassen und sind wirklich überwältigt von der Vielfalt der Fauna. Fast könnte man meinen man stehe inmitten der Tundra. Auf der einen Seite hat man einen dicht bewachsenen Wald und als Gegenpart erscheint eine Lichtung mit Kargen ausgedörrten Bäumen.

Auf schmalen Wegen geht es so weiter, bis wir Södra Svänö erreichen. Einen alten ehemaligen Bauernhof. Um auf das Gelände zu kommen müsst ihr den Zaun öffnen. Bitte denkt daran diesen auch wieder zu verschließen. Auf dem Hof hast du die Möglichkeit zu übernachten und so das Leben wie vor 100 Jahren kennenzulernen. Wärme vom Kamin, kein Strom. Wasser bekommst du aus dem Brunnen. Solltest Du jetzt darauf Lust bekommen haben, so findest du alle Informationen und Kontakte unten bei den Tipps.

Wer sich im Holz spalten und hacken probieren möchte, der kann dieses in dem kleinen Schuppen unweit des Haupthauses tun. Wir hatten dabei wirklich sehr viel Spaß. Gleichzeitig zeigte es uns auch wie schön aber auch Mühsam das Leben damals doch gewesen sein muss, inmitten der Natur. Die große Wiesenfläche rund um die typischen roten Häuser laden zur Rast ein. Wir verbringen hier eine sehr entspannte Brotzeit. Jo sitzt vergnügt auf der Wiese und zupft das eine oder andere Gänseblümchen. Das sind doch immer wieder die schönsten Wandermomente.

Nach rund einer Stunde geht es weiter. Wir verlassen das umzäunte Gelände und halten uns danach dem Wegweiser folgend rechts. Links von uns ist eine kleine Bodenhöhle zu sehen. Auf dem Hinweisschild erfahren wir das es sich um eine Fledermaushöhle handelt. Eigentlich würden wir gerne einen kurzen Blick ins Innere wagen jedoch Lauern uns am Zugang Mücken auf. Es geht von dort aus auf eine alte Weidefläche. Hier gibt es den oben erwähnten Brunnen und einige weitere Pausenplätze. Laut der Karte ist hier das Zelten und auch das Feuer machen zulässig. Ob das Feuer machen jedoch immer gestattet ist können wir Euch nicht sagen. Wir verlassen diesen Ort und setzen unseren Weg fort um in gut einem Kilometer den zweiten Aussichtsturm zu erreichen. Gut die Hälfte der Strecke haben wir hinter uns. Von da aus passieren wir nochmal die eine oder andere Lichtung.

Gehen über Bohlen, Stege und folgen schmalen Pfaden die sich durch den Wald schlängeln. Ab und an bleiben wir stehen und Atmen tief ein und genießen zufrieden den sich uns bietenden Anblick. Die erste große Wanderung in Schweden hat uns sehr gut gefallen und Lust auf
weitere Entdeckungen in den nächsten Wochen gemacht.

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Das Besucherzentrum

Die Besucherzentren in den Nationalparks tragen den Namen naturum. Eine alte Blockhütte als Besucherzentrum? Wartet ab bis Ihr im Gebäude seid. Zuerst muss man jedoch die Schuhe ausziehen und in Filzpantoffeln schlüpfen. Keine Sorge der Boden ist schön warm und so muss man keine Angst vor kalten Füßen haben. Eine große Fensterfront an der Giebelseite bietet eine weitere großartige Sicht auf die Moorebene. Für die Kleinen und Großen gibt es hier allerhand zu erleben und zu lernen.

Weiterhin könnt ihr Euch zu einer Führung anmelden, Ferngläser leihen und Euch Tipps von einem der Parkrancher holen. Ein besonderes Erlebnis soll die Wanderung quer durch das Moor sein, erfahren wir. Ihr tragt dabei Schneeschuhe und sagt somit nicht tief ein. Anschließend lockt das Bad im Moor. Klingt doch recht nett. Souvenirs dürfen auch nicht fehlen. Wir entscheiden uns für einen Store Mosse Nationalpark Aufnäher.

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Unser Fazit

Hier kann man sicherlich einige Tage verbringen. Die Rundwanderung lohnt sich und ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Für die Kinder ist es bestimmt ein riesen Abenteuer über die Planken zu balancieren und auf den Aussichtstürmen nach Vögeln Ausschau zu halten.

Wir sehen uns Outdoor.
Marco,Petra und die kleene Jo

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