Staumauer kurz vor dem Blausee im Obersulzbachtal
Österreich

Bezaubernde Winterwanderung zum Blausee im Obersulzbachtal

Auf der Suche nach einer familientauglichen Winterwanderung mit dem Thule stießen wir auf den Blausee im Obersulzbachtal am Fusse des Goßvenedigers. Die Bilder und Meinungen im Internet haben unsere Neugierde geweckt und so wollen wir uns nun ein eigenes Bild vom Tal und dem See machen. Als wir die Tour beginnen, fällt sofort auf, dass es in der Nacht wieder geschneit haben muss, da die Loipen kaum zu sehen sind. Mit dem Thule ist das aber kein großes Hindernis. Wir nutzen im Schnee gern das Jogging Kit, dieses reicht für normale Schneetiefen und macht es einfacher den Kinderwagen zu schieben. Die Standard Bereifung vorn ist für Neuschnee eher nicht geeignet da sie zu klein ist und ständig blockieren würde. Unsere Wanderung beginnt wieder an der Unterkunft in Wald im Pinzgau. Sie wird uns gut Dreizehn Kilometer durch den Schneebedeckten Nationalpark Hohen Tauern führen und am wunderschönen Blausee enden.

Die Wanderung

Der Weg beginnt für uns sehr Komfortabel direkt hinter dem Haus. Jo sitzt gut und warm eingepackt im Wagen. Und erfreut sich an ihrem ersten richtigen Schnee. Der Weg führt uns nun einige Kilometer an der Bahnstrecke und dem dahinter liegenden Salzbach entlang. Einige Teile des Weges sind Schneefrei weswegen wir schnell und gut vorankommen. Die Bahnstrecke an der wir entlang gehen wird zum Glück nur selten befahren und so können wir hier und da dem Rauschen des Wassers lauschen. Den Salzbach hört man jedoch nur gelegentlich da er an vielen Stellen nicht sehr breit und tief ist. Auf der Wanderung zum Krimmler Wasserfall einige Tage später sieht das schon ganz anders aus! Hinter dem Bahndamm und dem Bach erblicken wir einen Tannenwald.

Man sieht nur die erste Reihe Bäume dahinter wird es direkt dunkel und man hat Mühe tiefer in den Wald zu blicken. Die Äste hängen durch die Schneemassen tief hinunter und fast würde man denken sie geben der Last bald nach. Der Schnee knarrt bei jedem Schritt unter den Wanderschuhen und wir genießen die Landschaft und die frische Luft in der Natur in vollen Zügen. Auch die kleine Maus scheint es zu gefallen zumindest schaut Sie mit Ihren großen Augen alles genau an. Wir checken immer mal wieder ob die Hände Warm sind und die Mütze ordentlich sitzt. Wir gehen zuerst in Richtung Obersulzbachtal bis wir nach gut drei Kilometern zu einem Abzweig kommen. Hier folgen wir der Beschilderung zum Blausee / Obersulzbachtal. Von nun an haben wir den Großvenediger immer fest im Blick. Dieser ist mit über Dreitausend Metern Höhe nicht schwer zu übersehen…

Staumauer am BlauseeWandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (8)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (9)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (58)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (64)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (79)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (89)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (99)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (154)Wandeung Winter Österreich Blausee Obersulzbachtal Großvenediger (173)

Das Gasthaus das wir passieren befindet sich links von uns und sieht mit seiner Außenanlage und Spielplatz sehr verlockend aus. Wir beschließen auf dem Rückweg dort eine Pause einzulegen. Ab hier geht’s ein wenig steiler Bergauf. Das geht im Winter nur mit dem nötigen Schuhwerk. Da der Schnee stellenweise getaut und wieder gefroren ist gibt es dann und wann sehr glatte Passagen. Gemeinsam schaffen wir jedoch die meisten Hindernisse ob nun Schnee oder Eis. Und sollte der Schnee doch mal zu tief werden, dann wird die Maus samt Thule einfach getragen. Das klappt in den meisten Fällen sehr gut. Aufgrund des Neuschnees vergangener Nacht beschließen wir auf der Versorgungsstraße zu bleiben und meiden den parallel Verlaufenden Wanderweg im Untergehölz. Dennoch bleiben wir Häufig stehen und erfreuen uns an kleinen Dingen wie Eiszapfen und gefrorenen Wasserläufen direkt am Wegesrand.

Der Blausee

Für die kleinen Strapazen werden wir innerhalb weniger Minuten gänzlich entlohnt. Da wir am Blausee, am Fuße des Großvenedigers, angekommen sind. Obwohl der Blausee nicht sonderlich groß ist so bietet er ein spektakuläres Panorama. Sein Blau- Türkises Wasser ist so klar, dass man bis auf den Grund schauen kann. Die umliegenden Berge spiegeln sich auf seiner Oberfläche. Dass dieser Ort schon seit Jahren ein Naherholungsgebiet ist können wir jetzt erst so richtig verstehen. Die Bewertungen und Bilder im Internet haben nicht zu viel versprochen.

Wir erkunden ein wenig die Umgebung rund um den See und finden einige Bänke und Grillplätze. Auch an Toiletten in unmittelbarer Nähe wurde gedacht. Ein Zustand den wir persönlich sehr begrüßen. Ein Eldorado für wissbegierige Kinder und Erwachsens die dazu noch gern in der Natur toben ist es auf jeden Fall. So finden wir Informationstafeln mit nützlichen Auskünften über die heimische Fauna und Flora. Im Übrigen hat man je nach Jahreszeit die Möglichkeit seltene Vogelarten auf den Landbänken rund um und im Blausee zu entdecken. Natürlich gibt es auch Frösche und Kröten zu bestaunen. Alles in allem ein wirklich wunderschöner Platz an dem man sicherlich gut den Tag verbringen kann, wie Ihr auf den Bildern seht. Nachdem wir hier nun einige Zeit verbrachten, ging es zurück. Wir wären eventuell auch weiter gegangen jedoch wurde es an einer Uferstelle zu Eng für den Thule. So das wir dort nicht weitergekommen sind.

Also machten wir uns auf den Rückweg. Zuerst sollte es jedoch am Gasthof eine Belohnung geben. Auf dem Weg dorthin kommen wir noch an einer kleinen Kapelle vorbei die rasch besichtigt werden möchte bevor es zum verdienten Kaffee und Kuchen geht. Die kleine unscheinbare Kapelle haben wir tatsächlich beim Hinweg zum Blausee übersehen. Sie liegt nur wenige Meter vom Gasthaus entfernt auf einem kleinen Hügel. Einen kurzen Moment später saßen wir dann auch schon und hatten allerlei Leckereien bestellt. Auch Jo durfte ein ganz kleines Stück Küchli probieren und war ganz Happy. Für uns eine perfekte Tour an diesem Tag. Nicht zu kurz oder zu lang. Viele schöne Punkte zum Verweilen und eine Menge zu lernen. So mögen wir es am liebsten. Die gute Mischung macht es eben aus.

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Fazit

Eine schöne Tagestour die sich gut mit Kinderwagen bewältigen lässt. Der Genusswanderer mit dem Anspruch auf Ruhe und Natur kommt hier genauso auf seine Kosten wie Familien mit Kind. Im Winter jedoch wirklich nur mit einem Cross tauglichen Wagen. Der Wanderweg rund um den See gehört zu den Natura Trails. In kürze werden wir dazu noch etwas Veröffentlichen. Für ungeduldige geht’s HIER zur Offiziellen Homepage. Dem Anspruch Natura Trails wird er unserer Meinung nach mehr als gerecht und wir können uns gut vorstellen diesen Ort nochmals im Sommer zu besuchen. Dann aber mit Zelt im Gepäck und einer Übernachtung am Berg. Solltet Ihr einmal in der Nähe sein so nehmt Euch ruhig die Zeit für einen Ausflug an diesen Ort und lasst ein wenig die Seele baumeln inmitten der Berge. Es lohnt sich!


Kleiner Tipp: Bei Sonnenschein, Badehose nicht vergessen für eine kristallklare Abkühlung.

Wir sehen uns Outdoor
Marco,Petra und die kleene Jo

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